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SEO – Was Suchmaschinen wollen

14 Juli, 2010

Wer einen Firmenauftritt im Internet geschaffen hat, kann zunächst stolz sein: Die Webseite ist fertig und der Online-Shop funktioniert. Die Besucher können kommen!

Doch nach einigen Wochen stellt sich die ernüchternde Erkenntnis ein: Besucherströme auf der Webseite? Fehlanzeige!

Dabei ist es unerheblich, dass die Webseite bei Google schon gelistet ist. Wenn man bei Google nach dem Unternehmensnamen und dem Ort sucht, sieht die Position auf der Suchergebnisliste bestimmt ganz gut aus.

Doch nur die wenigsten (Neu-)Kunden suchen bei Google tatsächlich nach dem Unternehmensnamen. Wahrscheinlicher ist die Suche nach Stichwörtern (etwa Produkten), die mit dem Unternehmen zu tun haben könnten. Gibt man diese in die Google-Suche ein, verschlägt es die Firmenwebseite auf schlechtere Positionen: meist findet man sie auf der Ergebnisseite 5, 6, 7 oder noch später.

Genau hier sieht man den entscheidenden Schwachpunkt: Ein potenzieller Kunde, der das Unternehmen oder den Shop nicht kennt, ist auch nicht in der Lage, es schnell im Internet zu finden.

Laut einer Studie von ARD/ZDF, TNS und Google verwenden 84 Prozent der Internetnutzer regelmäßig Suchmaschinen wie Google und Co.
87 Prozent derjenigen, die Dienste von Suchmaschinen in Anspruch nehmen, sehen sich lediglich die erste Trefferseite der Suchergebnisse an.
Webseitenbetreiber sollten in erster Linie wissen: drei Viertel aller Internetnutzer verwenden Suchmaschinen mit einer bestimmten Kaufabsicht. Dies sollte die Zielgruppe sein, die Betreiber von Firmenwebseiten ansprechen sollten.

Um das durchführen zu können, ist eine zielgerichtete Strategie vonnöten.
Der Internetauftritt muss für die Suchmaschinen, in erster Linie für Marktführer Google, optimiert werden.
Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO, besteht aus mehreren Bausteinen. Bevor also die eigentliche Optimierung beginnen kann, muss die Gesamtsituation analysiert werden.

Diese Analyse ist für zwei Bereiche ausgerichtet:

1. Die OnPage-Optimierung

Bei der OnPage-Optimierung handelt es sich dabei um alle Maßnahmen, mit denen die Webseite oder der Shop so verändert werden, dass Google die Inhalte schneller und besser findet und als Konsequenz in der Suche weiter oben platziert.

Viele Details greifen für diesen Zweck wie Zahnräder ineinander und entscheiden insgesamt darüber, wie der Auftritt gelistet wird.

Ein Beispiel dafür ist der sogenannte Title-Tag. Auf der Webseite selbst ist er nicht zu sehen, sondern in der Titelleiste des Internet-Browsers. Bei einem Treffer in der Suchausgabe bei Google erscheint der Title als verlinkte Überschrift.

Der Title ist zum Einen wichtig, weil die Suchmaschine die Begriffe auswertet, die im Title genannt werden. Daher ist es ein Vorteil, wenn hier je nach Produkt beispielsweise die Worte „Handtasche“ oder „Pumps“ enthalten sind. Zum Anderen lenkt der Title in den Suchergebnissen den Blick des Lesers auf sich und sollte daher klar und deutlich signalisieren, dass er gefunden hat, was er sucht.

Die bedeutendste Voraussetzung dabei ist natürlich, zu wissen, mit welchen Suchbegriffen potenzielle Kunden nach einem Produkt suchen.
Ein Beispiel: Eine große Handtasche wird auch Weekender oder Shopper genannt.
Eine Suchmaschinenanalyse ergibt, dass der zusammenhängende Begriff „große Handtasche“ bei Google durchschnittlich nur 2900 Mal im Monat in die Suche eingegeben wird. Nach „Weekender“ wird hingegen 550.000 Mal gesucht, was ein ungleich höheres Suchvolumen ist, hinter dem wesentlich mehr Interessenten stehen.

Wer solche Zahlen kennt und diese richtig analysieren kann, ist fähig, seine Strategie auf den Begriff „Weekender“ auszurichten. Man muss zudem überlegen, ob es sinnvoll ist, auch den Begriff „große Handtasche“ zu berücksichtigen. In diesem konkreten Beispiel könnte man es in Betracht ziehen, da das Wort „Handtasche“ allein überwältigende 1.500.000 Mal pro Monat gesucht wird.

2. Die OffPage-Optimierung

Bei der OffPage-Optimierung geht es überwiegend um die Verlinkung des eigenen Internetauftritts von möglichst vielen anderen Webseiten aus. Doch Vorsicht: dies nicht um jeden Preis!

Denn Suchmaschinen sind in der Lage, ihre Rückschlüsse daraus zu ziehen, ob sich die Verlinkungen in einem seriösen Umfeld befinden. Automatisch erzeugte Verlinkungen werden von Suchmaschinen nicht gern gesehen und wirken sich eher negativ aus. Geschätzt werden stattdessen Verlinkungen auf thematisch relevanten Webseiten.

Für einen Shop, der Schuhe, Taschen und Accesoires anbietet, wirken sich Links auf Modeseiten oder Internetauftritten von Bloggern, die über Trends und Fashion schreiben, in den meisten Fällen positiv aus. In jedem Fall sollte mit Fingerspitzengefühl gearbeitet werden.

Außer den Verlinkungen auf anderen Webseiten und Blogs darf auch der Bereich Social Media rund um Facebook, Twitter, Xing und Co. nicht außer Acht gelassen werden. Die Beliebtheit und Bedeutung von Social Media wird zudem immer weiter zunehmen.

Durch die angeführten Beispiele wird deutlich, wie komplex Suchmaschinenoptimierung für Laien tatsächlich ist und wie viel Zeit und Mühe sie benötigt, wenn sie erfolgreich sein soll. So wundert es nicht, dass professionelle und erfahrene Suchmaschinenoptimierer begehrte Fachleute sind.

Woran man einen seriösen SEO-Fachmann erkennt?

Ein solider Suchmaschinenoptimierer sollte seinen Kunden, den Webseitenbetreibern nicht das Blaue vom Himmel versprechen, etwa die garantierte Position eins bei den Ergebnissen zu bestimmten Suchanfragen. Der SEO-Dienstleister wird sein Versprechen kaum mit seriösen oder legalen Mitteln einhalten können.

Die Suchmaschinenoptimierung ist eine sensible Branche, in der Manipulationen Konsequenzen haben: ganze Webseiten können aus dem Index gestrichen werden.
Ein solches Risiko sollte man nicht eingehen. Viel wichtiger als unrealistische Versprechen sind Experten, die verständlich erklären, welche kleinen und stetigen Schritte nötig sind, um ans Ziel zu gelangen.

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