Laut Statistik haben zwei Drittel der Internetnutzer bislang öfter als 20 Mal im Internet eingekauft. Diese Nachricht lässt Besitzer von Onlineshops jubeln. Viele Webseitenbetreiber spielen angesichts dieser Zahlen womöglich mit dem Gedanken, selbst einen Onlineshop zu eröffnen.
Doch die Realität sieht nüchtern aus: Statt florierendem Geschäft dümpelt eine Vielzahl von Onlineshops nur vor sich hin. Ihre Besitzer fragen sich, ob sich der Aufwand angesichts solcher mäßigen Ergebnisse überhaupt lohnt.
Im Grunde stellen Onlineshops eine hervorragende Umsatzchance dar – wenn Betreiber der Shops das Geschäft richtig angehen und ein paar Tricks anwenden, um den Shop zu optimieren. Außerdem müssen sich zukünftige Shopbetreiber für das richtige Shopsystem entscheiden, welches zu ihren Bedürfnissen passt und ihren Anforderungen gerecht wird.
Wer mit dem Gedanken spielt, einen Onlineshop zu eröffnen, hat die besten Chancen, von Anfang an alles richtig zu machen. Die gründliche Auswahl des passenden Shopsystems stellt den ersten Schritt dar.
Das Angebot an Onlineshop-Systemen ist riesig und vielfältig. Es reicht vom kostenfrei nutzbaren Open-Source-Shopsystem bis hin zum High-End-System mit Rundum-Service.
Als Entscheidungshilfe sollte man sich zuallererst die Frage nach den individuellen Möglichkeiten und Ressourcen stellen. Wer sich beispielsweise mit Programmierung auskennt, Berührungsangst für ein Fremdwort hält und gern Neues testet, ist unter Umständen mit einem Open-Source-System gut beraten.
Wer seine Produkte, etwa Bekleidung, Schuhe und Accessoires bislang nur „in der Realität“ verkauft hat und mit Computern, Software und Internet kaum vertraut ist, sollte auf Shop-Modelle zurückgreifen, die ihren Schwerpunkt auf Service und Anwenderfreundlichkeit legen.
Es lohnt sich, genau zu überlegen, welche Voraussetzungen man als potenzieller Shopbetreiber selbst mitbringt. Hilfreich sind etwa Notizen, die man Punkt für Punkt mit seinem Berater durchspricht. Fehlentscheidungen lassen sich so vermeiden.
Falls der Shop bereits online ist, aber nicht die erhofften Gewinne abwirft, wird es Zeit für Optimierungsmaßnahmen. Sie sorgen dafür, dass der Onlineshop im Netz besser auffindbar und benutzerfreundlich ist.
Zwei wichtige Aspekte. Denn wird der Online-Shop nicht gefunden, ist noch nicht einmal die Chance da, seine Qualität unter Beweis zu stellen. Wird er gefunden und stellt sich jedoch als unübersichtlich oder nicht informativ genug heraus, ist der potenzielle Kunde schneller weg, als er aufgetaucht ist – und gleich beim Konkurrenz-Shop. Denn gerade im Internet sind Mitbewerber dank Google und Co. nur wenige Klicks entfernt.
Wenn Shops auf die Bedürfnisse der Suchmaschinen ausgerichtet werden, stellen sich verschiedene Ansätze dar, die Auffindbarkeit des Angebots zu optimieren.
Aufgrund der Tatsache, dass Suchmaschinen keine Bildinhalte, sondern nur Texte erkennen können, sind Textinhalte in einem Online-Shop das A und O. Worte, nach denen die Internetnutzer häufig suchen (sogenannte Keywords) und thematisch das Angebot des Shops aufgreifen, sollten häufig verwendet werden.
Achtung: Einfach eine Liste solcher Keywords zu erstellen und sie in den Onlineshop einzufügen ist gefährlich! So etwas gilt als Manipulationsversuch und wird von Suchmaschinen konsequent abgestraft. Bei einer Abstrafung wird der Shop möglicherweise gar nicht mehr gefunden oder erscheint bei einer Suchanfrage nicht auf der ersten und damit wichtigsten Seite der Trefferliste.
Dagegen ist es ratsam, die angebotenen Produkte und Dienstleistungen ausführlich zu beschreiben und dabei die wichtigen Suchwörter zu verwenden – auf den passenden Seiten und bei den entsprechenden Produkten sollte das regelmäßig, aber in Maßen geschehen.
Keywords können jedoch auch in den Alternativ-Texten benutzt werden. Diese erscheinen, wenn ein Bild nicht angezeigt werden kann. Bei einigen Browsern tauchen Alternativtexte auch dann auf, wenn der Mauszeiger eine Weile auf dem Bild verweilt.
Übrigens: bestimmte Teile des Textes stellen für Suchmaschinen besonders interessante „Leckerbissen“ dar. Dazu gehören auch die Überschriften, in denen möglichst die gewünschten Suchbegriffe enthalten sein sollten.
Jedoch sollten Betreiber den Besucher nie vergessen: Überschriften müssen auch für den Leser eine Hilfe sein. Dem Betreiber muss klar sein, dass die Interessen der Suchmaschine und des Lesers gleichermaßen berücksichtigt werden sollten.
Es ist zudem sinnvoll, die einzelnen Unterseiten des Shops miteinander zu verlinken. Dies muss natürlich ordentlich und in Maßen geschehen – der Besucher darf von einem Übermaß an Verlinkungen nicht verwirrt werden.
Das Verlinkungskonzept muss in sich schlüssig und gut durchdacht sein.
Berücksichtigt werden sollte außerdem, dass man dem Kunden den Zugang zu einem Produkt erleichtern kann, indem das Produkt in unterschiedlichen, aber immer passenden Rubriken aufgelistet wird. So kann etwa ein Paar hoher Riemchenschuhe sowohl in der Rubrik Sandaletten als auch in der Kategorie High Heels gefunden werden.
Unabhängig zeigt ein guter Onlineshop-Betreiber seinem Kunden auch an, welche Artikel von anderen Kunden gekauft wurden, die sich für sein gewünschtes Produkt interessieren.
Interessanter und hilfreicher Content sind ebenso Bewertungen anderer Käufer zu einem bestimmten Produkt. Man sollte vor dieser Option nicht zurückscheuen. Die Angst, dass eine negative Bewertung den Shop oder den Betreiber unbeliebt machen könnte, relativiert sich bei der wunderbaren Chance, mit Kritik konstruktiv und kundenfreundlich umzugehen. Der positive Nebeneffekt: Der Shopbetreiber signalisiert seinen Besuchern und potenziellen Kunden Transparenz und Ehrlichkeit.
Sowohl aus rechtlichen Gründen als auch um Seriösität zu vermitteln sollte von jeder Unterseite des Shops ein sichtbarer Link zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (kurz: AGB) und zum Impressum führen. Ebenso dürfen Infos zum Bestellvorgang, zu den Zahlungsmethoden und den Versandkosten nicht fehlen.
Der Einkauf im Internet scheint zwar ein relativ unpersönlicher Vorgang zu sein, ist jedoch gleichzeitig ein großer Vertrauensbeweis des Käufers an den Verkäufer. Gerade deswegen sollte jeder Shopbetreiber sich und sein Geschäft von der besten Seite zeigen.
Tags: Onlineshop, Shopbetreiber, Suchmaschinen

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